Zurück 05 Sep 2019 · 2 min lesezeit

Brummen, Pochen, Stechen: Kopfschmerzen können sich auf verschiedene Weise bemerkbar machen. Rund 70% der Bevölkerung leidet zumindest zeitweise unter dem lästigen, schmerzhaften Gefühl. Am 5. September ist der Nationale Kopfschmerztag. Grund genug für uns, den Ursachen des lästigen Leids auf den Grund zu gehen und über psychosomatische Kopfschmerzen aufzuklären.

Mediziner*innen unterscheiden rund 200 Arten des Kopfschmerzes. Dabei trennen sie die funktionellen von den symptomatischen Kopfschmerzen. Letztere beziehen sich auf Kopfschmerzen mit extrazerebralen (z.B. HNO- oder Stoffwechselerkrankungen, Hypertonie) und zerebralen Ursachen (z.B. Tumore). Kopfschmerzen mit funktioneller Ursache werden weiter unterteilt in Migräne, Spannungskopfschmerz, Kombinationskopfschmerz und Clusterkopfschmerz.

Die Psyche als Auslöser für Kopfschmerzen

Besonders der Spannungskopfschmerz ist für Psycholog*innen und Therapeut*innen von Bedeutung, lassen sich doch in vielen Fällen psychosomatische Ursachen finden. Auch bekannt als psychogener, psychosomatischer oder Muskelkontraktionskopfschmerz, kann diese Form episodisch oder chronisch auftreten.

Die Schmerzen dauern 30 Minuten bis 7 Tage, treten normalerweise beidseitig auf und äußern sich durch einen drückenden, ziehenden (nicht pulsierenden) Schmerz von leichter bis mittlerer Intensität. Körperliche Aktivität führt zu keiner Verschlimmerung und anders als bei einer Migräne fehlen auch Übelkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit.

Depressionen durch chronischen Kopfschmerz

Wie die verschiedenen Namen des Spannungskopfschmerzes bereits verdeutlichen, spielen sowohl körperliche als auch psychische Faktoren eine Rolle bei der Entstehung. Psychosozialer Stress, depressive Erkrankungen, Angststörungen, Schlafstörungen und sexuelle Probleme können den Schmerz auslösen; ebenso wie eine Überlastung oder Verspannung der Muskulatur im Kopf-, Hals- und Schulterbereich.

Gerade beim Zusammenhang zwischen chronischen Spannungskopfschmerzen und Depressionen, Angst und Schlafstörungen stellt sich jedoch immer auch die Frage nach dem kausalen Zusammenhang (Ursache und Wirkung). So kann beispielsweise eine depressive Verstimmung auch das Resultat chronischer Schmerzen sein.

Was tun bei psychosomatischen Kopfschmerzen

Bei der Therapie von psychosomatischen Kopfschmerzen sollten vor einer medikamentösen Therapie andere Therapieformen ausprobiert werden. Besonders gute Effekte zeigt Pfefferminzöl, welches auf die Schläfen oder die Stirn gerieben wird. Die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson (PMR), autogenes Training und andere Entspannungsverfahren tragen ebenfalls zur Schmerzlinderung bei. Gleiches gilt für Stressbewältigungsstrategien, die beim Umgang mit Stress im Alltag helfen.

Kopfschmerzen durch Psychotherapie loswerden

Als wichtiges Werkzeug hat sich auch das Führen eines Tagebuchs oder -protokolls erwiesen. Darin notierst du dir wann und wie oft die Beschwerden auftauchen. So kannst du ermitteln, ob die Kopfschmerzen mit bestimmten Situationen oder Ereignissen im Zusammenhang stehen, welche es schließlich zu vermeiden gilt. In den Kursen von Selfapy kommt die Tagebuchmethode direkt ab dem ersten Wochenmodul zum Einsatz.

Sind tatsächlich eine Depression, eine Angststörung oder chronischer Stress Auslöser der Spannungskopfschmerzen, tritt in vielen Fällen mit Beginn einer Therapie bereits nach wenigen Wochen eine deutliche Linderung der Schmerzen ein.

Selfapy hat Kurse für Menschen, die unter einer Depression, Angst- und Panikstörung, Essstörung oder einem geringen Selbstwert leiden. Um mehr darüber zu erfahren, vereinbare jetzt ein kostenloses Infogespräch oder starte direkt mit deinem Kurs.

Quellenangaben

  1. Göbel, H. (2012): Die Kopfschmerzen: Ursachen, Mechanismen, Diagnostik, Therapie. 3. Aufl., Springer
  2. Straube, A., May, A., Kropp, P. et al. (2008): Therapie primärer chronischer Kopfschmerzen. In: Schmerz, Nr. 22, S. 531–543, online verfügbar unter: https://doi.org/10.1007/s00482-008-0645-9
  3. Kropp, P., Dresler, T. & Niederberger, U. (2014): Psychosomatik der Kopfschmerzen. In: Psychotherapeut, Nr. 59, 57–71, online verfügbar unter https://doi.org/10.1007/s00278-013-1028-y
  4. Dresler, T., Klan, T., Liesering-Latta, E., Lüpke, J., Hubalek, I., Kraya, T., Kropp, P. (2019): Psychologische Behandlungsverfahren bei Kopfschmerzen. In: Nervenheilkunde Nr. 38, Ausg. 10, S. 745-758, online verfügbar unter: https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/a-0989-6551.pdf

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