Zurück 30 Dec 2021 · 6 min lesezeit
von Volker Budinger

Mit dem Angststörung-Test, der auf dem wissenschaftlich untermauerten GAD-7-Fragebogen basiert, bekommst du schnell und zuverlässig eine Antwort, ob du an einer Angststörung leiden könntest. Lies hier mehr darüber, wie der Test funktioniert und teste dich selbst.

Ängste, Sorgen und eine gewisse Ruhelosigkeit gehören zum Alltag der meisten Menschen im 21. Jahrhundert wohl mittlerweile einfach dazu. Die Welt ist hektischer geworden und gefühlt unsicherer – ganz abgesehen von realen Bedrohungen wie der COVID-19-Pandemie oder dem Klimawandel. Irgendwie meistern die meisten Menschen dennoch ihren Alltag.

Für eine nicht kleine Gruppe der Gesellschaft aber nehmen Ängste und Sorgen stetig überhand. Das Angstniveau beeinträchtigt sie im Alltag, im Beruf oder beim Umgang mit anderen Menschen. Rund jeder Vierte leidet im Laufe seines Lebens zu irgendeinem Zeitpunkt an einer solchen dann sogenannten Angststörung. Gemeinsam mit der Depression ist die Angststörung eine der häufigsten psychischen Erkrankungen. Etwa 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung sind von einer behandlungsbedürftigen Angststörung betroffen. 

Dir kommt dieses Gefühl bekannt vor, du fühlst dich ängstlich, dauernd gereizt oder rastlos? Dies sind mögliche Angststörung-Symptome. Finde mit dem Angststörung-Test heraus, ob du an einer solchen Symptomatik leidest.

Hier geht es zum Angststörung-Test

Der Test Angststörung basiert auf wissenschaftlichen, psychologischen Studien und ist kostenlos und anonym. Wenn du mehr darüber wissen willst, wie der Test aufgebaut ist und nach welchen Kriterien er ausgewertet wird, erfährst du hier mehr zu dem Thema.

Der Generalisierte Angststörung-Test-Fragebogen GAD-7, den wir verwenden, ist zwar ein sehr zuverlässiges Diagnosetool und wird sowohl wissenschaftlich als auch in der Psychotherapie regelmäßig angewendet. Dieser Selbsttest kann und soll aber auf keinen Fall eine fachliche Diagnose ersetzen. Er kann dir eine erste Hilfestellung geben und Klarheit über deinen psychischen Zustand verschaffen. Wenn du bei dir Anzeichen dafür bemerkst, an einer Angststörung zu leiden, oder das Ergebnis des Tests darauf schließen lässt, wende dich bitte in jedem Fall an eine*n Psychotherapeut*in, eine*n entsprechende*n Facharzt*in oder eine*n andere*n qualifizierte*n Diagnostiker*in.

Angststörung-Test: Was ist der GAD-7-Fragebogen?

Wir verwenden bei unserem Angststörung-Test den sogenannten GAD-7-Fragebogen. GAD ist eine Abkürzung und steht für Generalized Anxiety Disorder 7, weil es sich um einen sieben Fragen umfassenden Fragebogen handelt. Dem Namen nach ist es also eigentlich ein Test „Generalisierte Angststörung“ – also eine psychische Erkrankung, bei der Betroffene unter einer ständigen Besorgtheit und Anspannung in Bezug auf ganz alltägliche Probleme und Ereignisse stehen.

Es hat sich aber bei der wissenschaftlichen Bestätigung des Testes gezeigt, dass er auch bei anderen Ängsten eine hohe Treffsicherheit aufweist. Mit den sieben Fragen, deren Antworten quantifizierbar sind, lassen sich auch soziale Ängste erkennen sowie posttraumatische Belastungsstörungen oder eine Panikstörung. „Welche Angststörung habe ich? Teste dich!“ ist daher eine durchaus oft zu lesende Überschrift für den Angststörung-Test.

Der GAD-7 ist von Psychologen entwickelt worden und gehört bei der Diagnose auf psychische Erkrankungen generell als Modul zum umfassenderen Gesundheitsfragebogen für psychische Erkrankungen PHQ-D. PHQ steht dabei für Patient Health Questionaire, also „Gesundheitsfragebogen für Patienten“. Dieser gesamte Fragebogen umfasst dabei unter anderem auch das Modul für Depressionen PHQ-9, das wir auch in unserem Depressions-Selbsttest verwenden.

Hier geht es zum Selbsttest Depression.

Mit dem gesamten Fragebogen lassen Psychotherapeut*innen, Fachärzte*Fachärztinnen oder andere qualifizierte Diagnostiker*innen damit quasi einen „Angststörung oder Depression Test“ vom Patienten ausfüllen, was bei der Eingrenzung der Diagnose hilft.

Wissenschaftliche Basis des Tests auf eine Angststörung ist dabei das DSM-5, die fünfte Auflage des Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, also „Diagnostischer und statistischer Leitfaden psychischer Störungen“ (sowie der Vorgänger, das DSM-IV). Herausgegeben wird dieses von der Amerikanischen Psychischen Gesellschaft, der US-Fachgesellschaft der Psychiater*innen, Psychotherapeut*innen und anderer Gesundheitsberufler*innen, die sich mit der geistigen Gesundheit befassen.

In verschiedenen Studien hat sich das Diagnosetool GAD-7 – der „Generalisierte Angst Test“ als zuverlässig erwiesen. Dazu ist es einfach und standardisiert anzuwenden und bedarf für einen ersten einfachen „Habe ich eine Angststörung-Test“ keiner weiteren Anamnese der Krankengeschichte. Daher lässt sich der Test auch anonym anwenden.

Ein weiterer Vorteil des GAD-7 ist, dass sich anhand einer Gewichtung der Antworten quantifizierbare Aussagen über die Schwere der Angststörung machen lassen. Er wird auch bei Psychotherapeut*innen, Fachärzt*innen und andere*n qualifizierte*n Diagnostiker*innen als Bestandteil der umfassenderen Diagnostik eingesetzt.

Hier geht es zum Angststörung-Test

Wonach fragt der GAD-7 Angststörung-Test?

Die sieben Fragen des GAD-7 decken die drei Diagnose-Kriterien des DSM-IV für eine Generalisierte Angststörung ab. Das Themenspektrum umfasst die zwei Haupt- und Leitsymptome der Angststörung:

  • Im Kriterium A: „Angst und Sorge in Bezug auf eine Reihe von Ereignissen oder Tätigkeiten“
  • Im Kriterium B: „Schwierigkeiten, die Sorge zu kontrollieren“

Außerdem die Nebensymptome, von denen mindestens drei zusätzlich auftreten müssen:

  • Im Kriterium C: 

Dabei erfasst jede der sieben Fragen eines dieser sieben Kernsymptome für eine Generalisierte Angststörung. Da zu der Diagnose Angststörung auch eine zeitliche Komponente gehört – die zwei Haupt- und mindestens drei Nebensymptome müssen innerhalb der vergangenen zwei Wochen gemeinsam aufgetreten sein – lautet die Fragestellung für jede der sieben Symptome immer „Wie oft hast du dich in den letzten zwei Wochen durch diese Beschwerden beeinträchtigt gefühlt?“.

Für jede Frage stehen diese vier gewichteten Antwortmöglichkeiten zur Auswahl:

  • Überhaupt nicht
  • an einzelnen Tagen
  • an mehr als der Hälfte der Tage
  • beinahe jeden Tag

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Wie wird der Generalisierte Angststörung-Test ausgewertet?

Die Gewichtung der Antwortmöglichkeiten für jedes der sieben Kernsymptome im GAD-7 lässt sich als Zahlenwert darstellen. 

Die Antwortmöglichkeiten entsprechen dabei folgenden Werten:

  • überhaupt nicht - entspricht dem Wert 0
  • an einzelnen Tagen - entspricht dem Wert 1
  • an mehr als der Hälfte der Tage - entspricht dem Wert 2
  • beinahe jeden Tag - entspricht dem Wert 3

So kann man aus den gegebenen Antworten einen Summenwert berechnen, der zwischen 0 und 21 liegt. Damit kann man den Schweregrad einer möglichen Angststörung nach der folgenden Einteilung aus dem Summenwert quantifizieren:

  • zwischen 0 und 4 Punkten liegt (wahrscheinlich) eine minimale Angstsymptomatik vor
  • zwischen 5 und 9 Punkten liegt (wahrscheinlich) eine mild ausgeprägte Angstsymptomatik vor
  • zwischen 10 und 14 Punkten liegt (wahrscheinlich) eine mittelgradig ausgeprägte Angstsymptomatik vor
  • zwischen 15 und 27 Punkten liegt (wahrscheinlich) eine schwer ausgeprägte Angstsymptomatik vor

Der online-basierte Angststörung-Test wird automatisch ausgewertet. Du erhältst sofort eine klare Antwort sowie Empfehlungen von uns, was du weiter tun kannst.

Hier geht es zum Angststörung-Test

Unabhängig davon, was der Test ergibt, solltest du in jedem Fall eine*n Psychotherapeut*in, eine*n entsprechende*n Facharzt*in oder eine*n andere*n qualifizierte*n Diagnostiker*in oder deinen Hausarzt*ärztin aufsuchen, wenn du befürchtest, eine Angststörung zu haben. Auch die besten Selbsttests können und sollen fachliche Diagnosen nicht ersetzen.

Wie zuverlässig ist der Test Angststörung?

Der GAD-7 wird routinemäßig von vielen Psychotherapeut*innen, Fachärzt*innen und andere*n qualifizierte*n Diagnostiker*innen als Diagnose-Tool eingesetzt. Mehrere Studien haben gezeigt, dass der Test valide ist.

So bescheinigten Studien dem Test eine Sensitivität von 89 Prozent und eine Spezifität von 82 Prozent. Das bedeutet, dass in fast neun von zehn Fällen ein positives Ergebnis mit anderen Methoden sich ebenfalls als richtig erwiesen hat und nur in acht Fällen von 100 diejenigen mit einem negativen Ergebnis doch eine dann nicht erkannte Angststörung haben.

Welche anderen Angststörung-Tests gibt es?

„Angststörung – Teste dich!“, „Soziale Angststörung-Test“ oder „Welche Angststörung habe ich? Teste dich!“: Das Internet ist voll mit Selbsttest-Angeboten, die zum Teil mehr versprechen als sie halten – und nicht alle sind seriös. Gute Selbsttests erkennt man daran, dass sie wie unser Test auf wissenschaftlichen Fakten basieren und in der Regel anonym sind (also keine Daten abfischen). Außerdem sollte der Test nichts kosten.

Ferner weisen seriöse Tests darauf hin, dass der Selbsttest keine Diagnose durch einen Experten ersetzen kann und soll.

Neben dem GDA-7-Fragebogen gibt es aber auch noch andere wissenschaftlich basierte Test-Fragebögen zur Angststörung. Mit deutlich mehr Fragen basieren diese unter anderem auf der Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO, der ICD-10, der zehnten Auflage der „Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme“. Im Bereich der psychischen Erkrankungen werden die DSM-IV und die neuere DSM-5 sowie die ICD-10 gleichwertig verwendet. Andere Tests fragen den gesamten PHQ-D-Fragebogen ab und differenzieren damit nach verschiedenen psychischen Erkrankungen.

Ein Artikel von

Volker Budinger Medizinredakteur

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Quellenangaben

  1. APA [American Psychiatric Association] (2015). Diagnostisches und Statistisches Manual Psychischer Störungen DSM-5 (2. korrigierte Auflage)
  2. Löwe et al. (2002). Gesundheitsfragebogen für Patienten (PHQ D). Komplettversion und Kurzform. Testmappe mit Manual, Fragebögen, Schablonen. 2. Auflage. Pfizer
  3. Spitzer et al. (2006). A brief measure for assessing generalized anxiety disorder: the -7. JAMA Archives of internal medicine
  4. Sartorius et al. (2021). The ICD-10 Classification of Mental and Behavioural Disorders Clinical descriptions and diagnostic guidelines. World Health Organization
  5. Williams (2014). The GAD-7 questionnaire, Occupational Medicine
  6. Löwe et al. (2008) Validation and Standardization of the Generalized Anxiety Disorder Screener (GAD-7) in the General Population. Medical Care

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