Zurück 21 Aug 2023 · 12 min lesezeit
von Hanna Eggebrecht

Die Ursachen für Gelenkschmerzen sind meist Überlastung, Stress oder auch mangelnde Bewegung. Bei Gelenkschmerzen am ganzen Körper, die ärztlich behandelt werden sollten, liegt meist eine Entzündung oder eine Schwellung des Gelenks zugrunde.

Gelenkschmerzen: Ursachen

Die Ursachen für Gelenkschmerzen können folgende sein:

  • Arthrose (Verschleiß der Gelenke bzw. arthrotische Veränderungen des Gelenks)
  • Bursitis (Schleimbeutelentzündung z.B. im Gelenk)
  • Arthritis (Entzündung der Gelenke, z.B. Gicht)
  • reaktive Arthritis (= Morbus Reiter, seltene rheumatische Erkrankung)
  • bakterielle Arthritis (Entzündung der Gelenke durch Bakterien, z.B. nach einer OP)
  • Lyme Arthritis (= Borreliose; bakterielle Entzündung der Gelenke durch Zeckenbisse)
  • Psoriasis-Arthritis (Gelenkentzündung bei Schuppenflechte, kann z.B. von Schmerzen in den Fingergelenken begleitet sein)
  • Arthralgie (Symptome: Gelenkschmerzen nach/bei Infektionen, grippalen Infekten etc.)
  • Morbus Bechterew (chronisch rheumatische Entzündung, meist an Gelenken oder Wirbelsäule)
  • rheumatisches Fieber (Autoimmunreaktion nach bakterieller Infektion; begleitet von u.a. Gelenkschmerzen)
  • Sarkoidose (Systemerkrankung, häufiger bei jungen Frauen; Symptome: Gelenkschmerzen, Fieber)
  • Lupus erythematodes (seltene Autoimmunerkrankung, begleitet von Gelenkschmerzen und Entzündung der Gelenke)
  • Fibromyalgie (Schmerzsyndrom mit spezifischen Schmerzpunkten)
  • Chronische Schmerzen (länger als 3 Monate dauernde Schmerzen am ganzen Körper, auch Gelenkschmerzen)
Die Ursache von Gelenkschmerzen muss nicht immer direkt am Gelenk liegen. Auch kann eine Empfindlichkeit der Gelenke auftreten, sodass Schmerzen in den Gelenken verspürt werden, obwohl ein ganz anderer Auslöser verantwortlich ist. 

Was hilft gegen Gelenkschmerzen: Der Arztbesuch 

Bei Gelenk- und Muskelschmerzen oder sogar dem Gefühl, dass die Knochen schmerzen, ist ein Besuch bei deinem Hausarzt bzw. Hausärztin sehr empfehlenswert. Falls du dir nicht sicher bist, wie du die Schmerzen in den Gelenken einschätzen solltest, haben wir hier Tipps zusammengestellt. Du solltest deinen Arzt bzw. Ärztin aufsuchen, wenn

  • Gelenkschmerzen nach einer Verletzung auftreten,
  • die Gelenke Tag und Nacht schmerzen,
  • Gelenkschmerzen trotz Therapie nicht besser werden,
  • sie plötzlich auftreten (alle Gelenke schmerzen plötzlich)
  • sie eine Schwellung am Gelenk bilden,
  • Gelenk- und Muskelschmerzen am ganzen Körper auftreten oder
  • Gelenkschmerzen lange anhalten und nicht weggehen. 

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Gelenkschmerzen: die 4 A’s

Bei Gelenkschmerzen denken viele häufig an Arthrose, Gicht und Rheuma. Man unterscheidet bei Gelenkschmerzen am ganzen Körper in:

  1. Arthropathie
  2. Arthralgie
  3. Arthritis
  4. Arthrose.

Schmerzende Gelenke: Arthrose

Die Arthrose ist im Gegensatz zur Arthralgie und Arthritis eine Erkrankung der Gelenke und kein (vorübergehendes) Symptom. Man spricht bei der Arthrose deshalb auch nicht von einer Gelenkentzündung. Die Gelenkschmerzen sind bei der Arthrose fortschreitend und können an unterschiedlichen Körperstellen wie den Schultern, Händen oder der Hüfte auftreten. Am häufigsten (60%) sind Gelenkschmerzen im Knie: bei der Kniearthrose (auch Gonarthrose).

Wenn die Gelenke schmerzen, merken Betroffene von Kniearthrose das oft beim Treppensteigen oder Heben von Dingen. In fortgeschritteneren Stadien können auch bereits morgens Gelenkschmerzen auftreten.

Arthrose: 4 Arten

Bei der Arthrose wird in vier Schweregrade eingeteilt, je nachdem wie fortgeschritten die Gelenkprobleme bereits sind. 

  • Arthrose-Grad 1: Beim Grad 1 ist auf den Röntgenbildern keine Knorpelabnutzung zu sehen. Die Gelenke tun weh und es kann sein, dass der Knorpel um das Gelenk nicht mehr so elastisch und regenerationsfähig ist. Vor allem unter Belastung kommt es zu Gelenkbeschwerden. 
  • Arthrose-Grad 2: Beim Grad 2 kann man eine Abnutzung des Knorpels bereits messen und zum Beispiel bei einer Arthroskopie (Gelenkspiegelung) feststellen. Das kann Schmerzen in Gelenken und in der umliegenden Region hervorrufen. Im Gelenk sind jetzt kleine Risse und das Knie kann zum Beispiel viel weniger belastet werden. Beim Grad 2 kann man sich mit Übungen, Ernährung oder einer Orthese helfen.  
  • Arthrose-Grad 3: Im 3. Grad ist der Knorpel um das Gelenk schon sehr beeinträchtigt und abgerieben. Die Knochen um das Gelenk reiben dadurch aneinander und man kann beim Röntgen Osteophyten erkennen. Das sind knöcherne Ausläufer. Im 3. Grad sind starke Gelenkschmerzen fast immer da (ständige Gelenkschmerzen) und mit erheblichen Einschränkungen bei Bewegung verbunden. 
  • Arthrose-Grad 4: Beim Grad 4 könnte man schon fast von chronischen Gelenkschmerzen oder Gelenk- und Knochenschmerzen sprechen. Der Spalt zwischen den Gelenken ist stark verringert und der Knorpel fast komplett verschwunden. Das Gelenk wird dadurch verformt und entzündet sich. Auch die Knochen können beschädigt sein, sodass man, wenn alle Gelenke schmerzen, den Knorpel in einer OP ersetzen muss. 

Arthralgie oder Arthritis? 

Wenn Gelenkschmerzen im Ruhezustand auftreten, kann das auf eine Arthritis, also eine mögliche Entzündung der Gelenke, hindeuten. Man würde zunächst vielleicht eine Arthralgie vermuten, allerdings sind hierbei Knochenschmerzen im Ruhezustand untypisch. Eine genaue Diagnose sollte immer ein Arzt bzw. eine Ärztin vornehmen und die Gelenkschmerzen gegebenenfalls untersuchen.

Schmerzen und Psyche: Warum bin ich betroffen? 

Oft ist von einer sogenannten “Schmerzpersönlichkeit” die Rede. Diese existiert aber nicht: Es gibt nicht bestimmte Persönlichkeiten, die eher von Schmerzen betroffen sind. 

Allerdings kann es bestimmte Faktoren geben, die Schmerzen verstärken, begünstigen oder den Umgang mit ihnen erschweren. Dazu zählen

  • kritische Lebensereignisse, die Stress erzeugen (Umzug, Heirat, Tod/ Verlust, Scheidung etc.)
  • “Daily hassels” (alltägliche kleine Stressfaktoren) bzw. Stress
  • Schlafstörungen

Wenn die Ursache von Schmerzen gefunden ist, fragen sich viele Betroffene: Was hilft bei Gelenkschmerzen oder "Jetzt habe ich jeden Tag Gelenkschmerzen: Was tun und was sein lassen?" 

Sowie es Risikofaktoren gibt, gibt es auch bestimmte “Schutzfaktoren”, die den Umgang mit Schmerzen erleichtern können oder den Verlauf von Gelenkschmerzen begünstigen. Oft ist in diesem Zusammenhang von Resilienz die Rede. Resilienz bedeutet so viel wie Widerstandskraft und bezieht sich auf eine gewisse emotionale bzw. mentale Stabilität, die auch erlernt und trainiert werden kann. 

“(…) Persönlichkeitseigenschaften oder Fähigkeiten (…), ein unterstützendes soziales Umfeld oder auch bestimmte Techniken und Strategien, (…) In einer Psychotherapie geht es auch darum, individuelle Ressourcen zu stärken bzw. zu entwickeln, um damit den Umgang mit Schmerzen zu verbessern.”
– Nassim, Psychologin bei Selfapy

Online Therapie bei Schmerzen

Selfapy bietet ein evidenzbasiertes Online Therapieprogramm bei chronischen Schmerzen an. Dieses ist kostenlos auf Rezept verfügbar und bequem von Zuhause aus machbar. 

Das Programm enthält Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT), welche auch bei Rückenschmerzen empfohlen werden, da sie langfristig den größten Effekt haben. 

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“Ein zentraler Baustein in der psychotherapeutischen Behandlung von chronischen Schmerzen ist die sogenannte Psychoedukation, [...] Dabei geht es um die [...] Aufklärung rund um ein entsprechendes Krankheitsbild, sodass die Betroffenen sich selbst und die eigenen Symptome und Beschwerden besser verstehen können.”
– Nassim, Psychologin bei Selfapy 

Ist es Rheuma? Gelenkschmerzen in den Fingern

Während Schmerzen in Fußgelenken und Handgelenken meist eher “größere” Gelenke betreffen, sind bei Schmerzen in den Fingergelenken eher kleinere Gelenke betroffen.

Wenn zum Beispiel das Daumensattelgelenk, die Fingerenden oder die Fingermittelgelenke schmerzen, spricht man allgemein von Schmerzen in den Fingergelenken. Ursache davon ist am ehesten die rheumatoide Arthritis.

Typisch sind bei rheumatoider Arthritis Gelenkschmerzen morgens. Außerdem sind die Fingerendgelenke typischerweise nicht betroffen. Die Ursache für Gelenkschmerzen in Fingern, Hand oder Handgelenken kann eine Entzündung im Gelenk sein, wie bei der Gicht. Allerdings könnte auch ein Gelenkverschleiß (Arthrose) oder rheumatoide Arthritis den Fingergelenkschmerzen zugrunde liegen. 

Typische Symptome bei Schmerzen in den Fingergelenken, die auf rheumatoide Arthritis hindeuten, sind:

  • nächtliches Schwitzen und erhöhte Körpertemperatur
  • Muskelschmerzen
  • Gelenkschmerzen im Ruhezustand
  • Schmerzen in den Fingerknöcheln
  • Fingergelenke schmerzen morgens → Morgensteifigkeit: Finger schmerzen länger als 1h
  • Taubheit, Brennen, Kribbeln, unangenehmes Gefühl
  • Gelenkschmerzen nachts in Handinnenfläche und Fingern
  • symmetrische Schwellung der mittleren Fingergelenke und zur Handfläche hin 
  • Rheumaknoten”: nicht schmerzender, unter der Haut liegender Knoten

Rheumatoide Arthritis: Was ist das? 

Die rheumatoide Arthritis (RA) ist eine chronisch entzündliche Autoimmunerkrankung. Sie verläuft in Schüben, von denen hauptsächlich die Gelenke betroffen sind. Aber auch innere Organe können “befallen” sein. Die Ursache ist sehr wahrscheinlich eine (bislang ungeklärte) Infektion bei genetischer Disposition, das bedeutet, dass RA in der Regel vererbt wird. Frauen sind häufiger betroffen als Männer und erkranken zwischen 35 und 50 Jahren.

Betroffene haben zudem ein dreimal so hohes Risiko, einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu bekommen.

Gelenkschmerzen und Verlauf bei rheumatoider Arthritis
Typischer Verlauf bei Rheumatoider Arthritis (Gelenkdeformation)

Arthrose oder Arthritis? Diagnose und Test

Sind bei Gelenkschmerzen die Blutwerte normal, also unauffällig, kann eine rheumatoide Arthritis eventuell ausgeschlossen werden. Bei RA sind bestimmte Werte im Blut auffällig und ein explizites Anzeichen. Im Labor sind drei Blutwerte typisch für die rheumatoide Arthritis:

  • Entzündungszeichen
  • Anti-CCP Antikörper
  • Rheumafaktor

Von verschiedenen Fachgesellschaften wurden sogenannte “Klassifikationskriterien” (Test) entworfen, mit denen genau bestimmt werden kann, ob es sich bei den Schmerzen in Fingergelenken auch wirklich um rheumatoide Arthritis handelt (ACR/ EULAR-Klassifikationskriterien der rheumatoiden Arthritis von 2010).

Die Kriterien sind:

  1. Geschwollene Gelenke oder schmerzende Gelenke
  2. Blutwerte
  3. Entzündungswerte im Blut
  4. Dauer der Symptome.

Der Arzt bzw. die Ärztin vergibt dann eine bestimmte Anzahl an Punkten für die einzelnen Kriterien. Wenn 6 und mehr Punkte erreicht werden und es eine gesicherte Entzündung der Gelenkschleimhaut gibt, liegt höchstwahrscheinlich eine rheumatoide Arthritis vor.

Entzündete Gelenke: Gicht oder nicht?

Eine schmerzende Entzündung im Gelenk bezeichnet man als Gicht. Bei einem Gichtanfall sind meist große Gelenke wie das Großzehengrundgelenk betroffen. 

Das Großzehengrundgelenk

Gelenkentzündung erkennen (Symptome)

Die Entzündung der Gelenke weist oft äußerlich sichtbare

  • Rötungen,
  • Schwellungen und
  • starke Schmerzen auf.

Bei Gicht sind häufig einzelne Gelenke betroffen. Eine Gelenkentzündung in Finger, Hand, Füßen ist hier die Regel. Seltener ist bei Gicht die Gelenkentzündung im Knie.

Gelenkschmerzen in Hand oder Fuß sind sehr belastend und schränken den Alltag stark ein. Die Ursache von Gelenkentzündungen bzw. Gicht kann zum Beispiel eine erhöhte Konzentration der Harnsäure im Blut sein. Die Harnsäure lagert sich in Kristallen in den Gelenken ab und es kommt zu Gelenkschmerzen.

Bleibt eine Gicht unbehandelt, dauert sie bis zu zwei Wochen an. Bei der Behandlung mit Medikamenten klingt ein Gichtanfall in der Regel innerhalb von wenigen Tagen wieder ab. 

Gelenkschmerzen: Was tun und lassen?

Um Gichtanfälle bzw. Gicht zu reduzieren oder gar nicht erst von Gicht betroffen zu sein, gibt es einige Ernährungsempfehlungen. Günstig ist:

  • vegetarische Ernährung
  • magere Milchprodukte

Ungünstig ist:

  • Alkohol (geht eindeutig mit erhöhtem Risiko von Gicht einher)
  • Zucker
  • fettiges Essen

Was hilft bei Gelenkentzündungen?

Typische Medikamente, die zur Behandlung einer Gelenkentzündung empfohlen werden, sind Entzündungshemmer für die Gelenke (z.B. Cortison). Bei der Cortisoneinnahme kann es aber zum Anstieg des Blutzuckers oder Blutdrucks kommen. Alternativ können gängige Schmerzmittel oder Colchicin verwendet werden. Sind die Gelenke entzündet und die Gichtanfälle treten häufiger auf, also mehr als ein oder zweimal im Jahr, kann eine harnsäuresenkende Therapie erwogen werden. Bei chronischer Gicht wird diese Therapie empfohlen, da es zu Ablagerungen von Harnsäurekristallen kommen kann. Das entscheidet aber in jedem Fall einen Arzt bzw. eine Ärztin.

Welcher Arzt bei Gelenkschmerzen?

Um unspezifische Gelenkschmerzen einzuordnen und ggf. eine Überweisung zum Facharzt bzw. zur Fachärztin auszustellen, solltest du einen Internisten bzw. eine hausärztliche Ansprechperson aufsuchen. Die eingängige Behandlung von Gelenkschmerzen erfolgt meist durch Orthopädinnen bzw. Orthopäden.

Ohne Schmerztablette: 5 Tipps für starke Gelenke

Eine allgemeine Arthralgie-Behandlung, also wenn Gelenkschmerzen keine Entzündung als Ursache haben, kann verschiedene medikamentöse oder auch nicht-medikamentöse Hilfsmittel beinhalten. Um Gelenkschmerzen “selbst behandeln” zu können, sind diese Tipps hilfreich:

  • Ernährung im Blick behalten: Eine ausgewogene und gesunde Ernährung kann viele entzündliche Prozesse aufhalten oder sogar stoppen. Wie weiter unten beschrieben wird, begünstigt Alkoholkonsum nachweislich die Entstehung von Gicht. Die “Ernährungs Docs” sind ein Zusammenschluss von Ärzt*innen, die sich mit dem Einfluss bestimmter Nahrungsmittel bei diversen Erkrankungen beschäftigen. Wissenschaftlich fundierte Bücher mit Rezepten und Alltagstipps können helfen, wenn man seine Ernährung umstellen oder verändern möchte. Das Buch “Die Ernährungs-Docs – Starke Gelenke. Die besten Ernährungsstrategien bei Rheuma, Arthrose, Gicht & Co.” ist eine Empfehlung bei Gelenkschmerzen.
  • Alternative/ Ergänzende Heilverfahren: Immer öfter wird von Betroffenen zu naturheilkundlichen Mitteln gegriffen, da sie selten bis gar keine Nebenwirkungen zeigen- im Vergleich zur klassisch schulmedizinischen Schmerztablette. Naturheilkunde wirkt zwar dezenter, wird dafür aber unterstützend gern genommen, da sie oft einfach selbst anzuwenden ist. Beispielsweise kann mit Aromatherapie eine sehr gute Linderung von Schmerzen erzielt werden. Es gibt bereits fertige Mischungen und Massageöle zu kaufen oder man wird selbst tätig. Kürzlich veröffentlichte zum Beispiel der MDR ebenfalls ein Rezept: “Eine Mischung aus den ätherischen Ölen Wintergrün, Immortelle und Pfefferminze ist eine gute Wahl gegen Gelenkschmerzen. Anwendbar ist die Mischung bei allen Gelenkschmerzen wie zum Beispiel Arthrose, Arthritis und Arthralgie.” Mehr zum Thema Aromatherapie bei Schmerzen kannst du hier nachlesen.
“Die schmerzlindernde Wirkung ätherischer Öle ist übrigens auch wissenschaftlich belegt, so etwa in einer Metaanalyse, in der die zwölf methodisch stärksten Studien aus 350 Fachartikeln zusammengefasst wurden.” - Primavera
  • Sport bzw. Bewegung: Gelenkschmerzen können durch Überlastung der Gelenke und Stress ausgelöst werden. Aber auch mangelnde Bewegung oder Fettleibigkeit können eine Ursache für Gelenk- und Knochenschmerzen sein. Verschiedene sogenannte “Gesundheitskurse” werden sogar als Präventionsmaßnahme von Krankenkassen empfohlen und bezahlt. Dazu zählen zum Beispiel die Kurse der TK, der AOK oder der BARMER Versicherung.
  • Achtsamkeitsbasierte Verfahren: Wer häufiger unter Gelenkschmerzen leidet oder sogar eine chronische Erkrankung wie Arthrose hat, begibt sich oft jahrelang in medikamentöse Behandlung mit Schmerzmitteln. Außerdem wird vielleicht eine Schonhaltung eingenommen und man kann bestimmten Hobbys nicht mehr nachgehen. Um sich mental zu stärken und einen achtsamen, verbesserten und gezielten Umgang mit seinen Schmerzen zu erlernen, empfehlen sich achtsamkeitsbasierte Anwendungen wie Meditation, Yoga, Atemübungen oder MBSR (Mindfulness Based Stress Reduction). Die Wirksamkeit dieser Verfahren ist wissenschaftlich nachgewiesen und einige Angebote (zum Beispiel 7mind oder FPZ) werden sogar von der Krankenkasse übernommen. 
  • Psychotherapeutische Unterstützung: Gelenkschmerzen, die zum täglichen Begleiter geworden sind, können der Lebensfreude einen Dämpfer verpassen, da sie uns zum Beispiel in unserer Aktivität einschränken. Der Zusammenhang von psychischen Erkrankungen wie der Depression mit Schmerzsyndromen ist leider hoch. Gedrückte Stimmung, Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit können eine Depression kennzeichnen. Besonders dann kann neben einer Schmerztherapie auch eine Psychotherapie sinnvoll sein.
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Ein Artikel von

Hanna Eggebrecht Redakteurin · B.Sc. Psychologie | M.Sc. Psychotherapie

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