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Wohlbefinden

Was wir von Kindern für ein glückliches Leben lernen können

04 Jun 2019 · 3 min lesezeit
von Liesa Huppertz

“Wie werde ich glücklich?”. Das ist wohl eine der meist gestellten Fragen. Wir alle streben nach Glück und manche von uns verfolgen dieses Ziel ihr ganzes Leben lang. Dabei bedeutet Glück für jede*n etwas anderes: Für die einen ist es eine tolle Wohnung, ein teures Auto oder schicke Klamotten, für die anderen ein*e liebenswerte*r Partner*in oder ein schöner Urlaub. Doch kaum ist das eine Ziel erreicht, jagen wir schon wieder dem nächsten hinterher. Kein Wunder also, dass Glück so schnell verfliegt. Viel zu oft vergessen wir, dass wir bereits ein glückliches Leben führen – wir müssen also nur lernen, dass Glück wieder richtig wahrzunehmen. Denn dieses liegt nicht erst in der Zukunft. Es liegt im Hier und Jetzt, in dem Menschen, der wir heute sind und in der Tätigkeit, der wir heute nachgehen und vor allem: In den kleinen Dingen des Lebens. Es ist eine Abfolge von kürzesten Momenten, die wir uns bewusst machen müssen.

Wie wir glücklich sein wieder lernen können und was wir uns dabei von den Kindern abschauen können, das möchten wir heute mit dir teilen.

1 Tue das, was du liebst

Erinnerst du dich noch daran, als du klein warst und keine unliebsamen Termine im Terminkalender standen, du nicht am Wochenende die Wohnung aufräumen oder nach der Arbeit noch schnell kochen musstest? Klar, unser Leben damals war auch nicht Friede-Freude-Eierkuchen, schließlich mussten wir in die Schule, für Klassenarbeiten lernen oder hin und wieder auch mal im Haushalt helfen. Den Großteil des Tages aber haben wir doch eigentlich das gemacht, was uns wirklich Spaß gemacht hat. Vielleicht war es das Malen, Musizieren oder einfach das draußen Rumtoben.

Wann war das letzte Mal, dass du etwas gemacht hast, das du wirklich liebst? Nimm dir jeden Tag wenigstens ein paar Minuten Zeit, um einer Tätigkeit nachzugehen, die dir richtig Spaß macht. Schließlich besteht ein glückliches Leben nicht aus Verpflichtungen und Termindruck, sondern aus Dingen, die eben ein Glücksgefühl in uns hervorrufen.

2 Lass die Dinge auf dich zukommen

Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, dann fällt mir ein Gefühl immer wieder ein und das ist, wie unbeschwert ich doch war. Es gab keine nie enden wollenden To-Do-Listen, kein haargenaues Planen meiner nächsten Karriere- bzw. Schulschritte, keine Diätpläne oder Dresscodes.

Kinder nehmen die Dinge so, wie sie sind und das sollten auch wir mal wieder so machen: Weniger planen und mehr tun. Die Dinge einfach mal wieder auf uns zukommen lassen, anstatt alles zu überdenken und ständig zu grübeln. Denk nicht schon heute darüber nach, ob dein*e Chef*in mit deiner Arbeit zufrieden ist, sondern stell dich der Situation, wenn es so weit ist. Oder geh’ auf die Party, ohne darüber nachzudenken, wer wohl alles da ist oder ob du das richtige Outfit hast.

3 Mach dir keine Sorgen darüber, was Andere über dich denken

Wie sorgenfrei könnte unser Leben doch sein, wenn wir nicht dauernd darüber nachdenken würden, was andere von uns denken?! Ob wir gut genug sind in unserem Job, ob wir hübsch genug oder schlank genug sind, oder ob unser Outfit dem Anlass entsprechend ist.

Schau dir einmal eine*n Vierjährige*n an, der*die sich morgens für den Kindergarten anzieht. Glaubst du, er*sie denkt darüber nach, was die anderen von diesem Outfit halten? Oder schau einem kleinen Mädchen beim Malen zu. Denkst du, sie fragt sich, ob ihre Mama das Bild auch schön genug findet? Wahrscheinlich nicht! Denn das, was Kinder machen, machen sie in erster Linie für sich selbst. Davon sollten wir uns wirklich eine Scheibe abschneiden und wieder mehr darüber nachdenken, was wir von einer Sache halten – nicht die anderen.

Wenn es um die Frage “Wie werde ich glücklich?” geht, ist ein Aspekt von zentraler Bedeutung: Achtsamkeit. Denn ohne Achtsamkeit fällt es uns schwer, die kleinen Dinge im Leben wahrzunehmen, die für unser Glück essentiell sind. Selfapy hat einen Achtsamkeitskurs entwickelt, der dir dabei hilft, aufmerksamer durch den Alltag zu gehen und somit Stress zu reduzieren und Glück ins Leben einzuladen. Der Achtsamkeitskurs trägt das Prüfsiegel der Zentralen Prüfstelle Prävention und wird von den meisten gesetzlichen Krankenkassen zu 80-100% erstattet. Auch viele private Krankenkassen übernehmen die Kursgebühr.  

Ein Artikel von

Liesa Huppertz Redakteurin · Content Managerin

Quellenangaben

  1. Kuschel H. (2016): Achtsamkeit. In: Frey D. (eds): Psychologie der Werte. S. 13-24, Springer
  2. Michalak, J., Heidenreich, T., Williams, J. M. G. (2012): Achtsamkeit, Hogrefe

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