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Arbeitswelt

Tipps für die Rückkehr zur Arbeit nach psychischer Erkrankung

25 Apr 2017 · 2 min lesezeit

Tipps für die Rückkehr zur Arbeit nach psychischer Erkrankung

Viele Menschen fürchten sich davor zu ihrer Arbeit zurückzukehren, nachdem sie wegen einer psychischen Erkrankung abwesend waren. Angst vor Diskriminierung oder Mobbing spielt dabei eine Rolle. Eine weitere Befürchtung ist oftmals, dass sich durch eine übereilte Rückkehr ins Berufsleben die Symptomatik verschlechtern könnte. Wir haben fünf Tipps für dich, die den Wiedereinstieg erleichtern.

1. Sprich mit deiner*m Vorgesetzten

Such möglichst frühzeitig das Gespräch mit deinem*r Vorgesetzten oder der Personalabteilung. Gemeinsam könnt ihr deine Rückkehr planen. Äußere deine Wünsche und Bedürfnisse. Vielleicht hast du vor deiner Erkrankung in einem Einzelbüro gesessen und hast nun die Befürchtung, dass du dich dort einsam fühlen könntest? Bitte darum, näher an deinen Kolleg*innen zu sitzen.

2. Vertraue dich deinen Kolleg*innen an

Unwissen ist eine der wichtigsten Ursachen für eine Stigmatisierung psychisch Erkrankter. Wenn du offen mit deinen Kolleg*innen sprichst und ihnen deine Krankheit erklärst, reduzierst du einerseits die Wahrscheinlichkeit, dass hinter deinem Rücken über dich getuschelt wird. Andererseits schaffst du dir Verbündete, denen du dich anvertrauen kannst und die dich bei deiner Rückkehr ins Büro unterstützen können. Versuch auch während deiner Abwesenheit mit den Kolleg*innen im Kontakt zu bleiben.

3. Schrittweise Rückkehr

Damit du nicht zu früh zu viel auf dich nimmst, kann es sinnvoll sein zunächst nur stundenweise zur Arbeit zurückzukehren. Sprich mit deinem*r Vorgesetzten und der Personalabteilung über die verschiedenen Optionen, beispielsweise in Teilzeit anzufangen, flexible Arbeitszeiten zu haben oder teilweise im Homeoffice zu arbeiten.

4. Gesunder Arbeitsalltag

Achte darauf, nicht in alte Gewohnheit zurückzufallen. Haben zu viele Überstunden, zu kurze Pausen, ein ungesunder Lebensstil oder chronischer Stress die Entwicklung der psychischen Erkrankung begünstigt? Dann gilt es all dies zu vermeiden. Tipps zum Einhalten mentaler Pausen findest du hier.

5. Positive Einstellung

Versuch dir nicht zu viele Sorgen zu machen und dich vor dem Wiedereinstieg ins Berufsleben zu fürchten. Konzentriere dich stattdessen auf die positiven Aspekte, durch die dein Alltag wieder eine Struktur und einen stabilen Rhythmus bekommt. Du wirst wieder regelmäßigen sozialen Kontakt haben und dich in die Gesellschaft integriert fühlen. Zudem kann die Rückkehr zur Arbeit dein Selbstwertgefühl steigern. All diese Aspekte können sich positive auf dein psychisches Wohlbefinden auswirken und deine Genesung unterstützen.

1. Sprich mit deinem Vorgesetzten

2. Vertraue dich deinen Kolleg*innen an

3. Schrittweise Rückkehr

4. Gesunder Arbeitsalltag

5. Positive Einstellung

Quellenangaben

  1. Windscheid, E.C. (2019): Rückkehr und Reintegration nach psychischer Erkrankung: Soziale Gelingensbedingungen und Hemnisse betrieblicher Wiedereingliederung. Springer
  2. Schwarz, B., Wegewitz, U. (2018): Rückkehr zur Arbeit nach psychischer Krise. In: ASU - Zeitschrift für medizinische Prävention, Ausgabe 06, online verfügbar unter: https://www.asu-arbeitsmedizin.com/schwerpunkt/schwerpunkt-betriebsnahe-versorgungsnetzwerke-unter-der-lupe-rueckkehr-zur-arbeit-nach
  3. IKK-classic (o.J.): So gelingt die Wiedereingliederung nach längerer Krankheit, online verfügbar unter: https://www.ikk-classic.de/gesund-machen/arbeiten/wiedereingliederung-nach-krankheit

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