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Wohlbefinden

Resillienz stärken: So trainierst du deine Widerstandsfähigkeit

08 Sep 2018 · 4 min lesezeit
von Nora Kuhrt

Die Trennung vom Partner, der Verlust des Arbeitsplatzes, eine schwere Diagnose, Krankheit in der Familie, Scheidung oder Tod – das Leben stellt uns vor Herausforderungen, mit denen wir plötzlich konfrontiert werden. Viele Menschen sind mit solch einer Situation überfordert. Die innere Widerstandsfähigkeit spielt hier eine große Rolle – denn diese hilft uns, mit Schicksalsschlägen und unvorhersehbaren Ereignissen umzugehen – Resilienz wird diese Eigenschaft genannt und jeder Mensch besitzt sie, mal mehr oder weniger ausgeprägt. Und das Gute daran: Wir können Resilienz fördern.

Was Ist Resilienz?

Resilienz beschreibt die Fähigkeit, sich von Krisenzeiten zu erholen und hilft bei der Bewältigung von Ereignissen. Wenn etwas schief geht, hilft Dir die Resilienz, schwierige Zeiten zu meistern. Durch unsere Resilienz können wir aus Krisen sogar gestärkt herausgehen. Resilienz wird auch beschrieben als innere Stärke, Widerstandsfähigkeit in Krisenzeiten oder das Einstehen für sich selbst in schwierigen Zeiten.

Resilienz

6 Tipps für mehr Widerstandskraft

Es ist wichtig, die eigene Resilienz zu fördern, um für bevorstehende Krisen gewappnet zu sein. Wir haben dir sechs Tipps zusammengestellt, die dir helfen, deine Resilienz zu fördern.

1. Verarbeite deine Emotionen

Egal, was Deine Krise ausgelöst hat, es ist wichtig, dass du Deine Emotionen verarbeitest, um Deine Resilienz oder Widerstandsfähigkeit zu fördern. Viele Menschen haben Angst vor ihren Emotionen oder können diese schwer einordnen. Wichtig ist, dass du all die Emotionen spürst und sie wahrnimmst: Trauer, Wut, Taubheit, Schuld, Stress, Erschöpfung, Überwältigung, Machtlosigkeit – was fühlst du? Der Gedanke dahinter ist, dass du die Gefühle durchlebst, um sie später loszulassen.

Das Unterdrücken von Emotionen führt zu emotionalen und psychischen Konflikten und kann das Verarbeiten einer Krisenzeit erschweren. Deswegen weine, wenn du weinen willst und lasse Traurigkeit und andere Emotionen zu. Respektiere also, wie du dich fühlst und welche Emotion du empfindest.

2. Du bist nicht allein

Erinnere dich daran, dass schon viele andere Menschen durch Krisenzeiten gegangen sind und meist gestärkt wieder hinausgegangen sind. Egal, was du noch vor Dir hast, andere sind diesen Weg schon gegangen und haben ihn gemeistert. Ihren guten Umgang mit Krankheit, Einsamkeit, psychischen Problemen oder dem Tod verdanken diese Menschen der Resilienz. Die Hoffnung, die du in dich selbst hast, ist der Beginn Deiner Resilienz.

3. Prioritäten setzen

Die Zeit nach einem Schicksalsschlag oder einer besonders stressvollen Situation ist für viele Menschen anstrengend. Die Gedanken drehen sich meist nur um das Ereignis, man grübelt viel und Selbstzweifel bestimmen den Tag. Hier ist es besonders wichtig, die eigenen Grundbedürfnisse zu erfüllen, die man in schwierigen Zeiten manchmal leicht vergisst.

Welche das sind? Essen, Trinken, ein Zuhause, Kleidung, geistige Beschäftigung und Gesundheit. Versuche, Dir darüber bewusst zu werden, ob du auf all deine Bedürfnisse achtest. Sie bilden die Basis für das menschliche Wohlbefinden.

4. Finde innere Ruhe

Das Stürzen in die Arbeit ist für viele eine Möglichkeit der Kompensation in einer schwierigen Zeit. Doch sollte man dabei die eigenen Bedürfnisse und vor allem die innere Ruhe nicht vergessen. Der Mensch braucht Ruhe, um sich von Ereignissen zu erholen, diese zu verarbeiten, um dann schließlich über sie hinwegzukommen.

Eine große Rolle spielt hier der Schlaf. Sorge für eine gute Schlafhygiene, das heißt, ausreichend Schlaf und einen regelmäßigen Schlafrhythmus. Baue in deinen Alltag aktive Ruhephasen ein und gönne deinem Kopf eine Pause. Zum Beispiel wirkt ein kleines Nickerchen oder eine Meditation beruhigend auf Körper und Geist. Hier findest du mehr Tipps für innere Ruhe.

5. Frag um Hilfe und biete Hilfe an

Hilfe anzunehmen ist nie verkehrt. Es gibt einfach Dinge, die wir alleine nicht bewältigen können. Manchmal sind wir jedoch beschämt oder zu verlegen, um nach Hilfe zu fragen. Lass deinen Stolz Dir nicht im Weg stehen.

Ein anderer Faktor ist das Anbieten von Hilfe. Ja, auch in Krisenzeiten, die man selbst zu bewältigen hat, kann man anderen Menschen seine Hilfe anbieten. Wir erhöhen damit unser Gefühl von Nähe und Zugehörigkeit, welche grundlegende psychische Bedürfnisse des Menschen sind. Wir erkennen, dass wir erfolgreich Hilfe leisten können und projizieren dies wiederum auf uns selbst.

Jemand anderem zu helfen ist der beste Weg, das eigene Überleben zu sichern. Es hilft Dir, Deine Ängste zu überwinden. Jetzt bist du kein Opfer mehr, sondern eine helfende Hand. du siehst Deine eigene Fähigkeit klarer, was Dir Energie, Konzentration und Durchhaltevermögen gibt.

6. Stärke deine Abwehr

Negative Ereignisse werden uns im Leben immer wieder begegnen – meist unvorhergesehen. In diesen Situationen ist eine innere Verteidigungsstrategie hilfreich:

Sich nach stressigen Tagen beim Sport abreagieren, pünktlich ins Bett gehen, auf die Ernährung achten oder mit Freunden und Familie telefonieren, wenn es mal wieder klemmt. Diese Wohlfühl-Strategie bildet Deine sichere Basis und Resilienz. Sollten einmal negative Ereignisse auf dich zukommen, geben sie dir eine Basis, Sicherheit und Widerstandsfähigkeit.

Ein Artikel von

Nora Kuhrt Redakteurin · Content Managerin

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