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Depression

Kann aus Liebeskummer eine Depression werden?

27 Feb 2017 · 1 min lesezeit
von Marieke Lyda

Traurigkeit und eine gedrückte Stimmung, Freud- und Interesselosigkeit, Antriebs- und Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, Schuldgefühle, Hoffnungslosigkeit, das Gefühle der inneren Leere, Zukunftsangst, Verlust der Libido, Störung des Essverhaltens und manchmal eine tiefe Verzweiflung bis hin zu Suizidgedanken: Diese Symptome treffen nicht nur auf eine Depression zu. Viele Menschen fühlen sich so nach einer Trennung.

Liebeskummer als Auslöser einer Depression

Liebeskummer zählt nicht zu den psychischen Erkrankung und wird in der Fachliteratur auch nicht spezifisch als Auslöser einer Depression genannt (wohl aber “der Verlust eines geliebten Menschen”), dennoch gibt es viele Ähnlichkeiten zwischen Trennungsschmerzen und einer depressiven Phase.

Jeder Mensch reagiert individuell verschieden stark auf das Ende einer Beziehung. Während manche den oder die Ex bereits nach wenigen Tagen oder Wochen vergessen haben, leiden andere monate- oder jahrelang an ihrem gebrochenen Herzen. Dabei gilt meist: Je intensiver die Gefühle zum Partner waren, desto schmerzhafter wird die Trennung empfunden.

Die körperliche Folgen einer Trennung

Nicht nur für die Psyche stellt Liebeskummer eine Belastung dar. Der Zustand kann sich, ganz ähnlich wie Depressionen oder chronischer Stress, negativ auf die körperliche Gesundheit auswirken. Magenkrämpfe, Verdauungsstörungen oder unerklärliche Rückenschmerzen sind nicht selten die Folge.

In seltenen Fällen kann das “gebrochene Herz” tatsächlichen Schaden davontragen – man spricht dann vom Broken-Heart-Syndrom. Es handelt sich hierbei um eine spontan einsetzende und oft schwerwiegende Funktionsstörung des Herzmuskels, die typischerweise nach einer emotionalen Belastung auftritt.

Mit Psychotherapie gegen Liebeskummer angehen

Zurück zu der Frage, ob aus Liebeskummer eine Depression entstehen kann. Ja, dies ist durchaus möglich. Halten die oben genannten Symptome nach einer Trennung länger als 6 bis 8 Wochen an, und beeinträchtigt der Zustand den Alltag, sollte eine psychotherapeutische Behandlung in Betracht gezogen werden.

Den natürlichen Heilungsprozess kann man fördern, indem man die nach einer Trennung völlig normalen Reaktionen und Emotionen wie Trauer, Verzweiflung und Wut zulässt. Außerdem muss der Betroffene wieder lernen, alleine zurecht zu kommen und sich auf seine eigenen Bedürfnisse zu konzentrieren. Genau hier liegt auch die große Chance einer jeden Trennung; und zwar die eine Möglichkeit einer positiven Veränderung und persönlichen Weiterentwicklung.

Ein Artikel von

Marieke Lyda Redakteurin · Content Managerin

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